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Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration

Die Behandlung einer trockenen AMD

Augenmediziner haben bis heute keine Behandlungsmethode gefunden, die eine Heilung der trockenen AMD verspricht. Lediglich die Verabreichung bestimmter Vitamine und Spurenelemente bremst bei manchen Patienten den Krankheitsprozess. Aufgehalten oder gar rückgängig gemacht werden kann er jedoch nicht. Ob eine Vitamintherapie für Sie sinnvoll ist, können wir durch eine gründliche Netzhautuntersuchung feststellen.

Einige Maßnahmen können den Krankheitsfortschritt unter Umständen verlangsamen, zum Beispiel eine gute Ernährung. Viele Lebensmittel sind reich an Antioxidantien, die den Zellabbau eindämmen. Schützen Sie außerdem Ihre Augen durch eine Sonnenbrille mit hohem UV-Schutzfaktor vor intensivem Sonnenlicht, das die Makula weiter schädigen kann. Besonders wichtig sind regelmäßige Kontrollen des Krankheitsverlaufs durch Untersuchungen des Augenhintergrundes und der Selbsttest mit dem Amslergitter.

 

Die Behandlung einer feuchten AMD

Für die feuchte AMD gibt es heutzutage effektive Behandlungsmethoden. Die wichtigste ist die intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM), bei der der Wirkstoff zur Bekämpfung der Krankheit  in das Auge injiziert wird.

Bei der IVOM handelt es sich um eine einfache und schonende Behandlungsmethode zur Bekämpfung der feuchten AMD. Der Wirkstoff – wir verwenden in den meisten Fällen LUCENTIS®, AVASTIN® EYLEA® oder Steroide (OZURDEX®) – wird direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Dort bildet sich eine Art Reservoir, aus dem einige Wochen lang das Medikament im Auge wirken kann.

Die IVOM ist auch ein bewährtes Mittel bei anderen Augenkrankheiten, wie beispielsweise

  • Makulaödemen (Flüssigkeitseinlagerungen), die infolge von Netzhautschäden wie Gefäßverschlüssen im Auge oder diabetischer Retinopathie entstehen
  • Gefäßneubildungen aufgrund seltener Augenerkrankungen.
  • Entzündungen der mittleren Augenhaut (Uveitis).

Ablauf der intravitrealen operative Medikamenteneingabe (IVOM)

Die Behandlung ist unkompliziert und dauert nur einige Minuten. Die Operation ist schmerzlos und erfolgt im Normalfall unter Tropfbetäubung des Auges. Über die vordere Lederhaut wird das Medikament durch eine sehr feine Kanüle in den Glaskörper verabreicht. Die dabei entstandene, winzige Öffnung schließt sich anschließend sofort und verheilt von selbst. Nach zwei oder drei Tagen findet eine Nachuntersuchung statt, bei der das behandelte Auge kontrolliert wird.